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Praxissoftware-Checkliste
Anforderungen klären, bevor die Demo entscheidet.
Eine druckbare Anforderungsmatrix für Praxissoftware: Workflow, Datenexport, Sicherheit, Team und Gesamtkosten. Ohne Produktscoring und ohne automatische Empfehlung.
01 · Muss-Kriterien
Kernworkflow
Terminplanung / Online-Buchung ist geklärt
Entweder im neuen System oder bewusst in einem bestehenden Tool.
GebüH / Privatabrechnung ist geklärt
Wenn Abrechnung ein Muss ist, sollte sie nicht erst nach der Demo auffallen.
Digitale Patientenakte passt zum Arbeitsablauf
Nicht nur Dateien ablegen, sondern relevante Daten wiederfinden und weiterverwenden.
Digitale Anamnese und Fragebögen sind abgedeckt
Prüfen, ob Antworten strukturiert ankommen oder nur als PDF enden.
Laborbefunde und historische Verläufe sind abgedeckt
Relevant für Praxen mit vielen PDFs, Scans oder wiederkehrenden Biomarkern.
Berichte und Dokumente lassen sich sinnvoll erstellen
Datenübernahme, Review, Freigabe und Export gemeinsam testen.
02 · Workflow
Übergänge im Alltag
Keine unnötige Doppelerfassung zwischen Modulen
Ein typischer Praxisfall sollte ohne Copy-Paste zwischen mehreren Oberflächen durchlaufen.
Patientenkontext bleibt über Termine hinweg erhalten
Anamnese, Labor, Aufgaben und Berichte sollten derselben Person zugeordnet bleiben.
Verträge / Einwilligungen sind im Ablauf berücksichtigt
Falls relevant: Versand, Signaturstatus und Ablage vollständig testen.
Offene Arbeit bleibt sichtbar
Aufgaben und nächste Schritte sollten nicht in privaten Notizen verschwinden.
03 · Exit-Plan
Datenhoheit & Wechsel
Vollständiger Datenexport ist vor Vertragsabschluss geprüft
Stammdaten, Dokumente und möglichst strukturierte Fachdaten berücksichtigen.
Exportformate sind praktisch weiterverwendbar
Ein PDF-Archiv ist etwas anderes als strukturierte Daten für einen Systemwechsel.
Import bestehender Daten ist realistisch geklärt
Mit einem echten Testdatensatz prüfen, nicht nur mit einer Marketing-Zusage.
Zugriff nach Kündigung / Datenlöschung ist geklärt
Aufbewahrung, Exportfenster und Löschprozess vorab verstehen.
04 · Schutzmaßnahmen
Datenschutz & Sicherheit
AVV und Verantwortlichkeiten sind verfügbar
Rollen von Praxis und Anbieter sollten verständlich dokumentiert sein.
Datenstandort und Unterauftragnehmer sind transparent
Nicht nur mit „DSGVO-konform“ werben lassen — Datenwege nachvollziehen.
Mehrfaktor-Authentifizierung ist möglich
Gerade bei Gesundheitsdaten ein relevantes Kontosicherheits-Kriterium.
Rollen und getrennte Benutzerkonten sind vorhanden
Gemeinsame Passwörter sind kein belastbares Teamkonzept.
Kritische Aktionen sind nachvollziehbar
Für sensible Workflows sollte klar sein, wer wann was ausgelöst oder freigegeben hat.
05 · Skalierung
Team & Betrieb
Gemeinsamer Patientenpool funktioniert für das Team
Mehrere Nutzer sollten nicht auf persönliche Datensilos verteilt werden.
Administrative Rechte sind sinnvoll getrennt
Praxisinhaber, Behandler und Assistenz brauchen nicht zwingend dieselben Rechte.
Support und Onboarding passen zum Team
Reaktionsweg, Erreichbarkeit und Unterstützung beim Umstieg prüfen.
Betrieb, Backups und Fehlerkommunikation sind erklärt
Auch der Umgang mit Störungen gehört zur Produktauswahl.
06 · Gesamtkosten
Kosten & Vertrag
Gesamtkosten für die reale Teamgröße sind gerechnet
Zusatznutzer, SMS, Module, Speicher, Import und Support einbeziehen.
Laufzeit und Kündigung sind verstanden
Monatliche und jährliche Tarife nicht nur am Einstiegspreis vergleichen.
Optionale Zusatzkosten sind dokumentiert
Beispielsweise Kommunikation, Signaturen, Zahlungsabwicklung oder Zusatzmodule.
Ein echter Praxisfall wurde vor dem Wechsel getestet
Mindestens einen vollständigen Ablauf vom Eingang bis zum Export durchspielen.